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By Beate Matthesius

ISBN-10: 3322959031

ISBN-13: 9783322959034

Das Interesse an den Aktivitaten von Fussballfans (im neueren Sprachgebrauch als Hooligans bezeichnet) und jugendlichen Streetgangs ist in den letzten Jahren, wie die zahlreichen Verof fentlichungen und Medienberichte bezeugen, angestiegen. Nun konnte guy meinen, dass wir uns aufgrund der Informationsflut ein detailliertes Bild uber diese Jugendlichen machen konnten. Bei examine der aktuellen Meldungen und Veroffentlichungen stellt guy jedoch fest, dass nur Teilaspekte berucksichtigt wurden und viele Fragen unbeantwortet bleiben. Auffallig ist die Redu zierung medialer Prasentation von jugendlichem Verhalten auf gewalttatige Handlungen. Die Fussballfan- und Streetgangaktivi taten werden aus dem Lebenszusammenhang dieser Jugendlichen herausgelost vermittelt. Eine familiare, berufliche bzw. schuli sche Einbindung wird ganzlich ausser Betracht gelassen. Auch die individuellen Handlungsmotive dieser Jugendlichen bleiben quick ganz unberucksichtigt. Die Publikationen besonders der Fanpro jekte versuchen diese Defizite auszugleichen und geben ein an schauliches Bild der Aktivitaten dieser Jugendlichen. Bei diesen Darstellungen vermisst guy jedoch die Einbindung der verander ten Motivation in die Fussballfangeschichte und insbesondere in die sozialstrukturellen gesellschaftlichen Veranderungen. Die vorliegende Studie mochte versuchen, diese aufgezeigten Leerstellen auszufullen. Um dem Anspruch einer detaillierten examine, die die gesamte Lebensweise der Fussballfans umfasst, gerecht zu werden, erfolgte eine Eingrenzung der Untersuchung ausschliesslich auf die Fussballfanentwicklung der Offenbacher Kickers (OFC) uber den Zeitraum von 1978 bis 1991. Um die in dividuellen Motivationen und Handlungsstrukturen anschaulich obvious zu machen, wurde der Forschungsansatz der teilneh menden Beobachtung, die sich uber einen Zeitraum von mehre ren Jahren erstreckte, gewahlt. Durch diese binnenperspektivi sche Darstellung sollen Handlungsablaufe und Motivationsver anderungen vermitt

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Die Fangenerationen und die Auswirkungen der Individualisierungstendenzen Die beschriebenen Fans können grob in drei Generationen unterteilt werden. Franz und Thomas, die der ersten Generation zuzurechnen sind und sich nicht von den älteren OFC-Zuschauern unterscheiden, können noch auf eine geradlinige, milieugebundene Freizeitsozialisation zurückblicken. Auch ihre persönlichen Lebenswege vollzogen sich innerhalb der vorgelebten Bahnen: Ehe, Kinder, berufliche Etablierung im Herkunftsmilieu. In Anlehnung an das Identitätskonzept von Heitmeyer (vgl.

A. im 'Durchhaltevermögen' der Fans während der langen Oberligazeit, in der ein großer Zuschauerschwund zu verzeichnen war. "Wir sind die richtigen Zuschauer" war ein Satz, den ich am Anfang meiner Arbeit (Aufstieg aus der Oberliga in die 2. Bundesliga) sehr häufig hörte. Ferner fanden bisher kaum externe Eingriffe seitens Sozialarbeitern, Polizei etc. in die Fanszene statt. Die Spaltung zwischen 'guten' und 'kriminellen' Fans, wie sie bei der Eintracht vollzogen wurde, existiert hier nicht. Das Miteinander vom klassischen Kuttenfanclub über den satzungsstrukturierten Fanclub bis zur Hooliganbewegung läßt sich durch langjährige, persönliche Freundschaften erklären.

Sie wollen ihren Spaß und alles, was sie an die etwaigen Folgen erinnert, streichen sie lieber aus dem Gedächtnis. Diese Erfahrung, daß die gleiche Verbindlichkeit, die Alex seiner Gruppe entgegenbrachte, nicht auf Gegenseitigkeit aller Gruppenmitglieder beruhen muß, machte Alex in seiner Gefängniszeit . Außer dem 'Stamm' der Anti-Sozial-Front und ein paar befreundeten Karlsruhern, die ihm häufig ins Gefängnis schrieben und ihn auch, soweit dies aufgrund des Straf tatbestandes möglich war, besuchten ,"gab es viele, die sagten, sie schreiben mir und dann kam nie was.

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